WeinGolfen - Loch 3
Weiter geht's in Richtung Bahnhof!
Weiter Richtung Bahnhof bis zum Römerweg.
Nach rechts abbiegen Richtung Forst bis zum ersten Weg, der von links kommt.
Die Bahnhofstraße geht es entlang, durch die ehemalige Stadtmauer vorbei an der Stadthalle, dem kleinen Platz an der Raiffeisenbank, entlang einiger Winzerhäuser aus der Gründerzeit.
Erklärung
Das Eichhaisel
Das Eichhäusel wurde im Jahre 1896 an der Ostflanke der Stadtmauer errichtet. Hier ließen die Weinhändler und Winzer vorwiegend die bei der Traubenlese verwendeten hölzernen Behältnisse unter Aufsicht amtlich bestallter Eichmeister „eichen“. Das heißt, die Füllmenge wurde mit Hilfe einer geeichten Wasseruhr bestimmt, mit Messingnägeln abschnittsweise markiert und das Fassungsvermögen (Gesamtliterzahl), das Eichdatum und das lokale Eichzeichen ins Holz gebrannt.
Was wurde geeicht?
Stütze: ein 10 Liter fassender Eimer aus Holzdauben, in den die Erntehelfer die abgeschnittenen Traubenhängel legten,
Logel: eine üblicherweise 50 Liter fassende Rückentrage, mit der der Inhalt der Stützen, also das Lesegut, zum Erntefuhrwerk gebracht wurde,
Zuber: ein runder oder ovaler Kübel (Bütte), in dem die Trauben bei der Lese gesammelt und vorübergehend aufbewahrt wurden,
Lotte: ein ca. 500 Liter fassendes Holzfass mit aufgesetztem Trichter, das bis zum Rand mit der zur Weiterverarbeitung im Kelterhaus bestimmten Traubenmaische gefüllt wurde.
Die großen Lotten wurden im Eichhäusel auf Schienen an die Wasserzapfstelle bewegt und zur Entleerung soweit herausgeschoben, dass das Wasser über die Rinne zwischen den Schienen abfließen konnte.
Das Eichhäusel wurde bis Mitte der 1970er Jahre genutzt. Seitdem werden die angelieferten Traubenmengen nicht mehr literweise, sondern nach Gewicht bestimmt.
Tipps
Winzer-Villen der Gründerzeit
Text
Ab hier geht es rechts in den Römerweg bis von links ein Feldweg einmündet.
Hier finden wir ein „Gebilde“, das eine Frage wert ist!
Loch Nr. 3
Weingolfen Loch Nr. 3
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